Michael Landgraf entführt Schüler in die Zeit des 1. Weltkriegs

Friedrich-Karl-Ströher RS plus Simmern, Stadtbücherei Simmern und Schulförderverein laden Starautor aus Neustadt ein

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Am Dienstag, den 12. Februar 2019, hielt der bekannte Autor und Theologe Michael Landgraf eine Lesung über sein im Jahr 2013 erschienenes Buch „Felix zieht in den Krieg“.

Diese Vorlesung wurde durch ausführliches Bildmaterial und eindrucksvoller, zeitgenössischer Musik unterstützt. Während der ca. 1,5 Stunden langen Vorlesung wurden beispielsweise Fachbegriffe oder zum Thema gehörige Fragen durch die Zuhörerschaft erläutert. Somit konnte das Publikum unmittelbar in das Geschehen integriert werden.

Herr Landgraf wählte sich kleine Textstellen seines Romans aus und erklärte, inwiefern solch scheinbar kleine Dinge sich auf das Geschehen und Handeln dieser Zeit auswirken konnten. Beispielsweise wenn es um eine bestimmte Ortschaft, eine Schule oder ein Denkmal ging, wurde dies durch Herrn Landgraf und auch durch Äußerungen seitens des Publikums versinnbildlicht.

Den Schülern war es selbstverständlich gestattet, Fragen zu stellen. Dies schaffte -neben Herrn Landgrafs ansprechender Art vorzutragen- ein wunderbares Klima und eine gelassene Stimmung. Kam es zu Missverständnissen seitens der Zuhörer, zögerte Herr Landgraf nicht, das Missverstandene zu klären. Auch ist zu erwähnen, dass das Publikum unglaublich gut mitmachte und es auch weitestgehend geschafft hat, still und aufmerksam zu folgen.

Diese einmalige Lesung endete mit einem großen Applaus von und für alle Beteiligten; für die stets engagierten Lehrer, die munteren und aufmerksamen Zuhörer und natürlich am meisten für Herrn Landgraf, der es geschafft hatte, in einem auch geschichtlich informativen, zugleich unterhaltsam literarischen Kunstwerk, das Gefühl der Zeit widerzuspiegeln.

 

Geschichte hautnah erleben

Dorothea Kuhn berichtet über die Zeit im Nationalsozialismus

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Einen besonderen Gast konnten Anfang Februar die Schüler der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus im Klassenraum der 10b begrüßen. So hatten sie sich in den vorangegangenen Monaten mit der Entstehungsgeschichte, dem Verlauf und den Auswirkungen des Dritten Reichs beschäftigt. Vorausgegangen war im Jahr 2018 die intensive Beschäftigung mit dem Ersten Weltkrieg (Film: „Sag NEIN zum KRIEG“/Vernissage/Bildband Europapreis) und der Zeit der Weimarer Republik.

Um die konkret aufkommenden Fragen nach der Täterschaft und Duldung der nationalsozialistischen Ausgrenzungspolitik zu begreifen, erfuhren die Schüler der 10b von Frau Kuhn, wie sie und ihre Familie den Nationalsozialismus in Köln erlebten. So konnten im Verlauf der Veranstaltung die Fragen der Schüler geklärt werden: „Hätte ich mich auch so verhalten? Wie lassen sich gesellschaftliche und individuelle Voraussetzungen schaffen, damit solche Verbrechen sich nicht wiederholen?“ (Zitat: BpB) Hierzu machte Frau Dorothea Kuhn, die damals noch im Kindesalter war, den Jugendlichen klar, dass es im NS wenige Handlungsspielräume der damaligen Bevölkerung gab. Sie verdeutlichte aber auch, dass es die Nationalsozialisten verstanden, die jungen Menschen geschickt für ihre Idee zu gewinnen. Die Veranstaltung machte den Teilnehmern klar, wie schwer es gewesen sein muss, in der Zeit des Nationalsozialismus gelebt zu haben.Zeitzeugin2

Insgesamt regte das intensive Gespräch die Schüler „zum Nachdenken über das eigene politische und öffentliche Engagements gegen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ (Zitat: BpB) an. Die beiden Realschulklassen der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus werden zusätzlich den Film „Schindlers Liste“ im Pro-Winzkino in einer Sondervorstellung anschauen und abschließend das Konzentrationslagers Buchenwald im März dieses Jahres besuchen. Die Bedeutung und Schwere des NS wird somit den jungen Erwachsenen greifbarer werden.

 

Klasse 10b gewinnt zwei von 350 Preisen beim Schülerwettbewerb der BpB

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Die Klasse 10b der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus aus Simmern hat sich im größten deutschsprachigen Wettbewerb zur politischen Bildung bei erstmaliger Teilnahme gegen ein breites Feld an Teilnehmern durchgesetzt. Teilgenommen hatten im aktuellen Bewerbungsjahr nach Angaben des Wettbewerbsleiters der Bundeszentrale für politische Bildung Hans-Georg Lambertz 2552 Klassen und mehr als 50.000 Schüler an deutschsprachigen Schulen weltweit. „In einem zweistufigen Juryverfahren wurden die Schulklassen ermittelt, die verdientermaßen mit ihrem Beitrag einen von 350 Preisen gewonnen haben.“ (Quelle: https://www.bpb.de/lernen/projekte/schuelerwettbewerb, 17.02.19) Die vier Kleingruppen (siehe Fotos) der Realschulklasse behandelten die Themen Nordkoreakonflikt (Preisgeld in Höhe von 150 €), EU im Wandel (Preisgeld in Höhe von 100 €), Donald Trumps Politik (Video) und Politiker im Netz. Insgesamt haben sich die Teilnahme und das Warten auf die Juryentscheidung für alle Beteiligten gelohnt. Der Teamgeist der Klasse wurde nachhaltig gestärkt und das Ergebnis ist gleichzeitig ein Beleg für die hervorragende Arbeit der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus im Bereich der Gesellschaftswissenschaften.

 

Regionale Firmen unterstützen Schulförderverein der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus Simmern bei der Anschaffung neuer Interactive Whiteboards

Was lange währt, wird endlich gut.

SmartboardFrei nach diesem Motto konnten sich Anfang Februar zwei weitere Klassen unserer Schule über neue Interactive Whiteboards in ihren Klassenräumen erfreuen. Vorangegangen waren intensive Bemühungen des Fördervereins zur möglichen Finanzierung der Boards. Angefragt wurden große Unternehmen der Region und ortsansässige Banken. Es konnte allen voran die DFH für das Sponsoring gewonnen werden. Sie finanzierten eines der neuen Smartboards komplett. Mit der Firma BOGE wurde ein weiterer Schulkooperationspartner für dieses Projekt gewonnen. So konnten schlussendlich mit zusätzlichen Finanzmitteln des Vereins und einem dritten Großspender die IWB angeschafft werden. Der Vorsitzende des Schulfördervereins, Niklas Radschikowsky, konnte sich bei den Vertretern der DFH (Lisa Federhenn-Fett und Denise Schlicht) gebührend persönlich bedanken. An dieser Stelle sei auch allen weiteren Spendern sowie Vereinsmitgliedern gedankt, die dieses Großprojekt möglich gemacht haben. Auch in Zukunft hofft der Schulförderverein auf eine so kooperative Zusammenarbeit vor Ort.