Politik hautnah erleben

Fortbildung der 9. Realschulklassen im Europahaus Bad Marienberg BadMarienberg2017

Die Klassen 9a und 9b hatten in einem dreitägigen Seminar die einmalige Chance, die im Unterricht besprochenen Inhalte über Rechtsradikalismus, -populismus und -extremismus praxisnah zu vertiefen. Über diverse Methoden wurde sich am ersten Tag den verschiedenen Themenschwerpunkten genähert, um sich dann am zweiten Tag in einem Planspiel zum Thema Flüchtlinge mit Rechtpopulismus zu beschäftigen. Höhepunkt der Veranstaltung war sicherlich die Begegnung mit dem Aussteiger und Ex-Neonazi Manuel Bauer. Er erzählte den Schülerinnen und Schülern hautnah über seine rechte Vergangenheit und sein heutiges Leben als Gegner des Rechtsradikalismus. Zusammenfassend konnten die Kinder und Lehrer am dritten Tag feststellen, wie vielschichtig Diskriminierung sein kann und welche Wege es gibt, Anfeindungen gegenüber Ausländern, Minderheiten und Andersdenkenden zu begegnen.

 

Die 10. Jahrgangsstufe der Realschule plus Simmern erlebt „Deutsche Geschichte“ hautnah in Weimar

 „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“.

Diesem Zitat von Goethe stimmten auch die Schüler und Schülerinnen der Klasse 10 der Realschule plus aus Simmern zu, als sie von einer zweitägigen Exkursion nach Weimar wieder zurückgekehrt waren.

Die Stadt, die seit 1998 Weltkulturerbe der UNESCO und außerdem 1999 zur europäischen Kulturhauptstadt ernannt wurde, hat im Bildungsprogramm der Realschule plus seit einigen Jahren einen festen Platz. Vor Ort bekamen die Lernenden die einmalige Gelegenheit, den Lebens- und Wirkungsraum der großen klassischen Dichter persönlich zu erfahren und sich mit einem der wichtigsten Abschnitte der deutschen und europäischen Geistesgeschichte auseinanderzusetzen. So besuchten sie beispielsweise das Wohnhaus Goethes, das Goethe Museum sowie den Park an der Ilm, der eng mit Goethes Leben und Wirken in Weimar verbunden ist. Natürlich blieb auch genug Zeit für eine Besichtigung des Stadtkerns.

Ergänzt wurde das klassische Bildungsprogramm durch einen Besuch der Wartburg in Eisenach. Abschließend machten die Lernenden noch Station in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald. Mehr als 56.000 Menschen kamen im Konzentrationslager Buchenwald zwischen 1937 und 1945 zu Tode. Sie starben durch Folter, medizinische Experimente und Auszehrung oder wurden hinterlistig erschossen. Die Schüler lernten auch das Leben der Lagerinsassen kennen. Anhand von Einzelschicksalen wurde ihnen bewusst, wie unterschiedlich das Leben der Gefangenen war.

 

Schüler der RS plus Simmern besuchen die Synagoge in Laufersweiler

 

 

Ein Tag gegen Vorurteile und für Toleranz erwartete die Schülerinnen und Schüler derLaufersweiler

achten Klassen bei ihrem Besuch des Studien- und Begegnungszentrums Laufersweiler.

 

Im Religions- und Ethikunterricht beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem Thema Judentum. Als Abschluss folgte eine Unterrichtsfahrt nach Laufersweiler. In diesem kleinen Ort mitten im Hunsrück befindet sich die letzte noch als solche erkennbare Synagoge im Rhein-Hunsrück-Kreis.

 

Politikunterricht der besonderen Art

Einen Sozialkundeunterricht der etwas anderen Art erlebten fast 40 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a/b der Realschule plus Simmern.

Im Unterricht hatten beide Klassen mit ihren Sozialkundelehrern Niklas Radschikowsky und Nadine Sünder das Thema „Der Landtag in Rheinland-Pfalz“ behandelt. Aus diesem Unterrichtsinhalt heraus entstand die Idee, Landtagsabgeordnete zu einer Diskussion in die Schule einzuladen.Podiumsdiskussion5

Zur Freude der Jugendlichen und ihrer Lehrer konnten Abgeordnete dreier Parteien begrüßt werden. Bettina Brück (SPD), Jutta Blatzheim-Roegler (Grüne) und Hans-Josef Bracht (CDU) kamen der Einladung der beiden Klassen gern nach und stellten sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler.

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